Mentale Gesundheit in der Selbständigkeit feat. Julia

Wir wagen uns an ein kleines Experiment. Diese Podcast-Episode wurde nur durch das Versenden von Sprachnachrichten aufgenommen. Damit erhoffen wir uns, flexibler produzieren zu können und auch bessere Möglichkeiten zu haben, Gäste einzubinden.

Deshalb haben wir uns gleich Julia geschnappt, die ihren Job in einem Großkonzern schmiss, um sich nebenberuflich selbständig zu machen.

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Julia gibt dabei einen tiefen Einblick in ihr Seelenleben, wie sie sich da wieder herausgearbeitet hat und wie die Beschäftigung mit der Mentalen Gesundheit ihr dabei hilft.

Sollte man als Selbständiger politisch aktiv sein?

Der Mensch ist ein Zoon politikon, also ein politisches Wesen, sagt Aristoteles. So lautet zumindest die Theorie. In der Praxis sieht es so aus, dass wir in Deutschland eine zunehmende Politisierung erleben.

Klimawandel, Flüchtlingskrise und nun die Coronakrise bringen uns dazu, wieder aktiver am politischen Diskurs teilzunehmen, als dies vielleicht noch in den neunziger und nuller Jahren der Fall war.

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Robert darf als durch und durch politisches Wesen gelten, hat er doch schon eine bewegte Geschichte als Parteimitglied hinter sich. Außerdem kommt er als Delegierter des Bezirks Oberpfalz frisch vom Bundesparteitag der ÖDP zurück und kann von seiner parteipolitischen Arbeit berichten.

Wir besprechen die Notwendigkeit, sich gerade als Selbständiger mit dem Blick über den Tellerrand in politische Themen einzubringen, ob nun als Mitglied einer Partei, eines Verbands oder auch im Privatleben.

Gerade für eine repräsentative Demokratie halten wir es für unabdingbar, informiert und engagiert teilzunehmen, um die Politik nah an der Lebensrealität zu halten. Denn klar ist auch: Die Mühlen der Demokratie mahlen langsam!

Die Renten sind vielleicht auch für Selbständige sicher

„Die Rente ist sicher“. Dieser Satz hat es in die bundesrepublikanischen Geschichtsbücher geschafft und steckt weiter in den Köpfen der Deutschen, auch wenn sein Urheber, CDU-Sozialpolitiker Norbert Blüm, vor wenigen Monaten verstorben ist.

Selbständige betrifft dieses Zitat allerdings nur marginal, kümmern wir uns doch selbst um unsere Altersversorgung. Zumindest in der Theorie. Groß auf die Seite legen konnten wir bis dato noch nicht, weil dazu unsere Einkünfte zu gering waren. Wir machen uns aber trotzdem zunehmend darüber Gedanken – Schaffen wir in unseren Berufen den ‚Durchbruch’ und wie schnell und wahrscheinlich ist das? Wie viel gilt es an schlecht oder nicht bezahlter Arbeit in sein Projekt hineinzustecken? Und natürlich möchte niemand von uns im Alter in die Grundsicherung gehen.

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Aus der Politik gibt es auch Kritik: Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch beklagt in einem Interview mit der “Neuen Osnabrücker Zeitung”, dass in Österreich die Renten im Durchschnitt um 800 Euro höher ausfallen als in Deutschland. Ein zentraler Grund ist, dass die Selbständigen und Beamten nicht ausgenommen werden von den Beitragszahlungen wie hierzulande.

Robert und Berthold diskutieren, wie sie selbst mit der Frage der Altersfinanzierung umgehen und besprechen Lösungsansätze für die Gesellschaft, gerade aus der Sicht von Selbständigen.

Weitere Informationen zum Thema in Roberts Blogpost.

Was Grundeinkommen mit Digitalisierung und Selbständigkeit zutun hat

Pilotprojekt Grundeinkommen! Die Pressemitteilung letzte Woche war ein echter PR-Coup. Gerade jetzt, wo viele Selbständige in einer wirtschaftlich schwierigen Situation sind, kommt das bedingungslose Grundeinkommen wie gerufen.

Drei Jahre lang 1200 Euro für 120 ausgewählte Studienteilnehmerinnen. Mal abgesehen davon, dass es völlig unrealistisch ist, unter den bereits jetzt über 1,6 Millionen Bewerbungen ausgewählt zu werden, interessieren uns mehrere Fragen.

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Können wir als Gesellschaft uns das BGE leisten? Wie finanzieren wir es, wem nutzt es und welche Risiken gibt es? Das BGE stellt nur ein Instrument dar, um mit den Herausforderungen im gegenwärtigen strukturellen Transformationsprozess umzugehen.

Wir reden also auch notwendigerweise über Digitalisierung, Vermögensverteilung, Steuerpolitik.  Gewohnt fundiert gehen wir dabei auf die Frage ein, wie Selbständige von diesen Fragen betroffen sind und welche Schlüsse wir für uns auf dem Arbeitsmarkt ziehen können.

Urlaub, Erholung & gutes (Kunden-)Management in der Selbständigkeit

Pünktlich zur ersten Hitzewelle des Jahres zieht es viele Deutsche in den Urlaub – auch Berthold war einige Tage bei Freunden in Weimar und Berlin zu Besuch.

So ganz im Urlaubsmodus zu sein, das war trotzdem nicht drin: Es kam eine Konzertanfrage rein, ein Stipendiumsantrag musste eingereicht und ein Projekt mit einem Berliner Klangkünstler besprochen werden. Kann man als Solo-Selbständiger überhaupt ganz mit den Gedanken von der Arbeit weggehen?

Robert zum Beispiel nimmt sich seine Ruhepause beim Feierabendsport (oder -bier), aber richtig am Strand einige Tage abschalten kann und will er nicht, denn die Arbeit macht Spaß.

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Wir Solo-Unternehmer arbeiten für uns und verstehen Urlaub nicht als Fluchtmöglichkeit vor einer lästigen Pflichtaufgabe. Pflichtbewusst sind wir deswegen, weil wir uns mit unserem Produkt oder unserer Dienstleistung identifizieren.

In diesem Sinne klemmen wir uns wieder vor den Schreibtisch und schieben zusammen Roberts großes Projekt „Plötzlich Selbständig“ neu an; ein Projekt, von dem alle Selbständigen profitieren sollen.

Links:
Plötzlich-Selbständig: https://ploetzlich-selbstaendig.de
Blog2Help: https://blog2help.com
vodeon (Bertis Ensemble): http://www.vodeon-munich.com

Interview Soforthilfen: https://dub-magazin.de/finanzen/derzeit-keine-verpflichtung-zur-rueckzahlung/

Berti singt für die Ministerin / Droht eine Insolvenzwelle?

Seit Beginn der Coronamaßnahmen sitzen die Künstler*innen auf dem Trockenen. Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, verweist auf die Grundsicherung in der Version ‚Sozialschutzprogramm‘ und betont ansonsten ihr Mitgefühl, ohne dass sie den direkten Kontakt mit den Betroffenen gesucht hat. Bis vergangene Woche: Berthold konnte mit vodeon auftreten, als Grütters auf Einladung von Intendant Thomas E. Bauer Station im Konzerthaus Blaibach gemacht hat. Ihr Besuch wurde medial begleitet und sie nahm sich auch die Zeit, mit den vier freiberuflichen Sängern zu sprechen. Wird jetzt alles gut für die Kultur?

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Als zweites Thema in der Sendung geht es um die drohende Insolvenzwelle in Deutschland. Die ersten Soforthilfefristen laufen aus, flächendeckend müssen die Zuschüsse zurückgezahlt werden und stellen kleine und mittelständische Unternehmen mit Verspätung vor eine schwierige Aufgabe, nämlich ohne Soforthilfe und mit eingeschränkter Kundenzahl weiterhin Betrieb mit nicht kurzarbeitsgeldberechtigem Personal zu finanzieren. Und natürlich den eigenen Lebensunterhalt. Robert und Berthold erörtern die Aufgaben der Politik und welche Auswirkungen eine Insolvenzwelle nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich mit sich bringt.

Links zur Sendung:
Berti & Vodeon: www.vodeon-munich.com
Roberts Blog: www.ploetzlich-selbstaendig.de
Roberts Umweltblog: www.blog2help.com

Besuch der Ministerin: https://www.tvaktuell.com/mediathek/video/blaibach-endlich-wieder-musik-im-konzerthaus/
Länderspiegel: https://www.zdf.de/politik/laenderspiegel/laenderspiegel-vom-18-juli-2020-100.html
NRW will Soforthilfe zurück: https://www.zdf.de/nachrichten/heute-sendungen/videos/unternehmen-corona-hilfen-insolvenz-100.html
Unternehmen klagen auf Entschädigung: https://www.zeit.de/arbeit/2020-07/corona-krise-gastronomie-hotellerie-entschaedigungsklage-cynthia-barcomi-gerhard-koch
Anzahl Insolvenzen: https://www.rnd.de/wirtschaft/weniger-pleiten-im-april-insolvenzwelle-wird-nur-verschoben-4LZ3TBPF6WZLEYDMBAMAWACAIQ.html

Abhängig von der Konsumlust der Reichen

Kaum ein Kleinod steht so sehr symbolisch für die Coronakrise wie die Mund-Nasen-Bedeckung. Hitzig wird über sie debattiert. Robert hat versucht, sie im Vorfeld dieser Ausgabe zum Thema auf seiner Facebook-Page zu machen und wurde von Verschwörungstheoretikern überschwemmt. Werbegeld in den Sand gesetzt!

Ein populärer Erklärungsansatz, warum die Maske so unbeliebt ist, lautet: Die Maske schränkt die Konsumfreude ein. Und das wiederum geht gegen die kapitalistische Überzeugung, dass Konsum existentiell notwendig für das Funktionieren westlicher Wirtschaftssysteme sei, weil wir alle am Tropf der Finanzelite hängen, somit ihren Kaufentscheidungen auf Gedeih und Verderb ausgesetzt sind. Besonders betrifft das die Solo-Selbständigen im Dienstleistungssektor, die während der Pandemie weniger aufgesucht werden, weil ihre Dienstleistungen oft mit direktem Kontakt einhergehen.

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In dieser Folge besprechen wir, wie wir das unangenehme (!) Leben mit Masken annehmen lernen und vernünftiges, rücksichtsvolles Verhalten auch gegenüber Verschwörungstheoretikern verteidigen müssen. Außerdem erörtern wir die Frage, ob es andere Lösungen für die Abwendung der Wirtschaftskrise geben kann, als diejenige, auf einen dauerhaft befeuerten Konsumdrang der wohlhabenden Gesellschaftsschichten zu setzen.

Links zur Sendung:
Roberts Blog: https://ploetzlich-selbstaendig.de
Roberts Umweltblog: https://blog2help.com
Bertis Ensemble: http://www.vodeon-munich.com/willkommen

ZDF Politbarometer: https://www.zdf.de/nachrichten/politik/politbarometer-mehrheit-fuer-maskenpflicht-100.html


Reiche und Konsum: https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/usa-in-der-wirtschaftskrise-rauswurf-im-reichenviertel-a-f6fb97ca-e9fd-42d1-aa55-d43a0286cdbb


Selbständige betroffen: https://www.heise.de/tp/features/Wirtschaftliche-Auswirkungen-der-Corona-Lockdowns-4842158.html


Immunität: https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-07/covid-19-immunitaet-dauer-antikoerper-impfung-pandemie-verlauf/komplettansicht


Masken-Dilemma: https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/maske-gesundheitsbehoerden-coronavirus-1.4963751


Geschichte der Maske: https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.die-maskenpflicht-ist-da-alles-was-tief-ist-liebt-die-maske.96dfcbb5-e56a-4a91-8aad-fc4cd461d5d2.html

Integrität in der Selbständigkeit

Plötzlich Podcaster haben sich Verstärkung geholt – die erfolgreiche junge Innenarchitektin Roxane Reusse ist diesmal bei uns zu Gast in der Sendung. Ihrem Soforthilfeantrag wurde unerwartet nicht entsprochen, die Aufträge gehen merklich zurück, aber sie bleibt positiv und arbeitet an einer innovativen Geschäftsidee.

Während die Soloselbständigen also weiterhin mit der gegenwärtigen beruflichen Situation zurecht kommen, dominieren Skandale die Schlagzeilen in Deutschland: Amthor, Tönnies, Wirecard finden sich ungewollt in der Protagonistenrolle wieder. Unsere Frage ist vor diesem Hintergrund, welchen Stellenwert Integrität im Berufsleben einnimmt. Muss man sich Integrität leisten können? Welche Bedeutung haben Werte für uns? Was sind unsere Werte? Und handeln wir selbst immer integer, wenn wir Aufträge annehmen?

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Diese Folge ist die persönlichste bisher. Wir sprechen zu dritt über unsere Gefühlswelt, über Gewissensfragen und Geld.

Links zur Sendung

Das Konjunkturpaket geht an uns vorbei …

Es gibt ein Konjunkturpaket von der Bundesregierung. Und nein, die Forderung der Autolobby nach einer Kaufprämie für ihre Verbrenner wurde entgegen vieler Erwartungen nicht erhört: Die Bundesregierung bemüht sich, alle Branchen zu bedenken. Alle? Fast alle! Die Solo-Selbständigen werden ein wenig wieder liegen gelassen, denn nach wie vor gelten die verschiedenen Hilfsmaßnahmen nur für Betriebskosten und ausdrücklich nicht für das ominöse Unternehmergehalt.

Wir nehmen die einzelnen Maßnahmen trotzdem genauer unter die Lupe und prüfen, wie sich diese auf die Volkswirtschaft auswirken könnten. Interessant ist vor allem die Senkung des Mehrwertsteuersatzes von 19 auf 16 bzw. von 7 auf 5 Prozent. Was bedeutet das für den Konsum? Und von welchem Geld soll man konsumieren, wenn man kurz vor dem beruflichen und existentiellen Aus steht?

Wir glauben, dass im gesellschaftlichen Bewusstsein für die besondere Situation der Solo-Selbständigen noch einiges getan werden muss, um diese Krise zu überstehen. So ganz trostlos geht es aber in unserer Folge auch nicht zu: Robert und Berthold haben nicht nur allgemeine Ideen, an welchen Stellschrauben nachjustiert werden kann, sondern erzählen auch von ihren eigenen Projekten.

Links zur Sendung:
Rainer von vielen (Systemrelevant Song): www.rainervonvielen.de
Vodeon (Bertis Ensemble): www.vodeon-munich.com
Roberts Blog: www.plötzlich-selbständig.de
Roberts Umweltblog: www.blog2help.com
DineTable: www.DineTable.de
Vodeon Aufnahme: Youtube

Überlebe, wer kann!

Die Coronakrise trifft die meisten Branchen hart, viele Unternehmen und Solo-Selbständige stehen vor dem wirtschaftlichen Aus. Gerade Künstler konnten angesichts der geringen Bezahlung keine Rücklagen bilden. Das wenige Ersparte ist eigentlich für die Altersversorgung vorgesehen.

Staatliche Hilfe ist gefragt, sie kommt aber nur zögerlich, unter strengen Auflagen und in bescheidenem Umfang. Berthold und Robert gehen der Frage nach, inwiefern sich Solo-Selbständige für Wirtschaftskrisen wappnen können, um beim nächsten Mal besser vorbereitet zu sein.

Staatliche Hilfen im großen Stil gehen an Lufthansa und Automobilfirmen. Neben der Kritik an der Verhältnismäßigkeit beschäftigen wir uns auch mit Ideen, wo Investitionen geeigneter wären. Falls aber alle Stricke reißen und der Staat auch nicht mehr helfen kann oder will, dann gehört es aber auch zum unternehmerischen Mut, aufgeben zu können. Denn dieser Mut setzt Kräfte frei, um sich neuen Aufgaben widmen zu können.

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Links:
Roberts Blog: https://plötzlich-selbständig.de
Robert Umweltblog: https://blog2help.com
VGSD-Petition für Solo-Selbständige: https://www.vgsd.de/corona-kampagne/