Sollten Selbständige auf den Clubhouse-Hype aufspringen?

Diese App ist so heiß, dass sich sogar der Linken-Ministerpräsident aus Thüringen Bodo Ramelow daran die Finger verbrannt hat: Die Rede ist natürlich von Clubhouse.

Berthold ist auch Feuer und Flamme und seit einigen Tagen Mitglied. Und fühlt sich pudelwohl.

Robert als Fachmann in IT-Fragen sieht den Hype naturgemäß kritischer und hakt nach: Wie elitär ist Clubhouse? Was unterscheidet die App von den anderen Digitalangeboten, gerade im Kampf um die begrenzte Aufmerksamkeit der saturierten Online-Community? Was hat es mit den rooms auf sich und wie kann man als Selbständige*r sein/ihr Produkt platzieren?

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Diese und viele andere Fragen werden bei einem Gläschen Wein geklärt. Es gibt nämlich einen Grund zu feiern: Robert weilt nicht mehr nur nach ausgestandener Krankheit wieder unter den Lebenden, sondern sieht der größten politischen Herausforderung seines Lebens entgegen.

Wird die Bundesregierung Selbständige und KMUs am langen Arm verhungern lassen?

Gerade erst beschließen Bund und Länder nicht nur eine Verlängerung, sondern auch noch eine Verschärfung des Lockdowns, da regt sich schon heftiger Widerstand: Eine Gruppe von Kleinunternehmern kündigt unter dem Hashtag #wirmachenauf an, auf jeden Fall die Geschäfte am 11. Januar wieder zu öffnen.

In einer entsprechenden Telegram-Gruppe gibt es über 53.000 Interessierte, Stand 5. Januar. Natürlich springen auch Querdenker und Rechte auf diesen heiklen Zug auf, wenn sie diesen nicht sogar initiiert haben. Nicht zuletzt aufgrund der Infektionslage, sowie der Verlängerung der Maßnahmen droht eine Zuspitzung der Situation.

Wie konnte es soweit kommen? Wir glauben, die Regierung hat seit geraumer Zeit ihre Aufgabe schleifen gelassen, sich um eine Erklärung ihrer politischen Entscheidungen zu bemühen. Stattdessen gibt es nur Verlautbarungen.

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Auch die Corona-Hilfen für Selbständige und KMUs werden ab Januar wieder schlechter. Außerdem kommen die Auszahlungen der November- und Dezemberhilfen nicht voran. Plötzlich Podcaster bringen Vorschläge, wie zielführende Kommunikation aussehen könnte und wo es Verbesserungsbedarf gibt, etwa in der Aerosolforschung sowie in der Konjunkturpolitik.

Und wir schauen, was seit unseren Forderungen nach einem Lieferkettengesetz (Folge 14) und einer Neugestaltung der darbenden Innenstädte (Folge 16) bisher geschehen ist.

Quellen:
Novemberhilfen: https://www.zdf.de/nachrichten/heute-19-uhr/novemberhilfen-kommen-spaet-100.html
Keine Auszahlung: https://www.fr.de/frankfurt/gastronomie-in-frankfurt-viel-weniger-essen-zum-mitnehmen-90158684.html
Dezemberhilfe: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/dezemberhilfen-scholz-101.html
Nächste Hilfen: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Bilderstrecken/Infografiken/2020-12-16-zuschuesse-corona/2020-12-16-zuschuesse-corona-bildergalerie.html
Aktuelle Einschätzung: https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/corona-unternehmen-insolvenzen-einzelhandel-100.html
Lieferketten: https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bundesarbeitsminister-heil-sauer-ueber-blockiertes-lieferkettengesetz-a-46577c3a-f2c6-4bf2-b271-318b551d7ae8
Innenstädte: https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2021-01/einzelhandel-corona-krise-peter-altmaier-innenstaedte-modernisierung-lockdown

Postkartenprotest: https://postkartenprotest.de

Paketsteuer: Eine Steuer von gestern für Läden von gestern?

Nicht nur die Infektionszahlen sprießen, sondern auch die politischen Ideen, wie man zumindest der wirtschaftlichen Not beikommen kann: Die CDU bringt eine Paketsteuer ins Spiel.

Die Idee ist, über eine Besteuerung von Versandhandel das Geschäftesterben in den Innenstädten zu stoppen.

Wir halten diesen Vorschlag für nicht gelungen. Es müssen eher Anreize gefunden werden, seine Geschäftsidee zu überdenken und in puncto Digitalisierung mit der Zeit zu gehen. Denn meistens hakt es schon länger und eine langfristige Quersubvention kommt letztlich auch nicht den Geschäften zugute.

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Interessanter wäre es stattdessen, neu zu überdenken, was eine lebenswerte Innenstadt ausmacht. Spoiler: Einkaufsstraßen und angereihte Konsumtempel aus der Galeria-Kaufhof-Ära können nicht die Antwort sein.

Link zu Roberts Blogeintrag bzgl. Eigenverantwortung: https://blog2help.com/2020/12/eigenverantwortung-krisen.html

Novemberhilfen & Roberts neues Projekt Postkartenprotest

Nachdem Robert sich ein bisschen zu viel Arbeit aufgebürdet hat, musste die letzte Folge leider ausfallen.

Umso mehr gibt es zu besprechen. Wir diskutieren die Novemberhilfen für (Solo-)Selbständige, wie es Berthold im Künstler-Bereich gerade geht und ob er die Hilfen beantragt.

Außerdem erzählt uns Robert sehr ausführlich von seinem neuen Projekt Postkartenprotest.de

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Wer hat Angst vorm Lieferkettengesetz?

Kleidung, Schuhe, Auto, Essen – Deutschland ist auf internationale Zulieferer angewiesen.

Die Rohstoffe müssen am Herkunftsort gesammelt und raffiniert werden, oft werden auch die ersten Produktionsschritte im Ausland ausgelagert werden.

Wir profitieren von der globalisierten Welt. Nicht zuletzt auch deswegen, weil wir das fertig verarbeitete Produkt mit Gewinnspanne weltweit exportieren. Das Problem an der ganzen Sache: Deutsche Unternehmen sind nicht rechtlich gebunden, die Produktionsbedingungen an den Standorten zu überprüfen.

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Menschenrechte, Umweltschutz und angemessene Bezahlung von Arbeitskräften stehen angesichts des Profitdrucks oft nicht im Vordergrund.

Nachdem eine von der Bundesregierung aufgelegte freiwillige Selbstverpflichtung kaum Beachtung fand, drängen Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) und Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) auf das Lieferkettengesetz.

Robert und Berthold ordnen ein, inwiefern unternehmerische und politische Verantwortung gefragt ist, um eine menschenwürdige und umweltgerechte Arbeitswelt in den Produktionsländern zu schaffen, und welche wirtschaftlichen Folgen ein Lieferkettengesetz für Deutschlands Unternehmerinnen und Konsumentinnen haben würde.

Den Herbst (wirtschaftlich) überleben

Herbst. Während die Blätter fallen, steigen die Infektionszahlen und mit ihnen die Angst vor einem weiteren Lockdown.

Wir lavieren uns durch die Unsicherheit und erzielen kleine berufliche Erfolge, doch insgesamt, stehen die Prognosen gerade für die Selbständigen nicht besonders günstig. Die Wirtschaftsinstitute prognostizieren schwächere Zahlen für 2020 und 2021 – dieses Jahr soll das Bruttoinlandsprodukt um 5,4 Prozent zurückgehen – und bereits die erste Lockdownphase haben viele kleine Betriebe und Solo-Selbständige nicht überstanden.

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Auch die versprochenen Konjunkturpakete wurden aufgrund der hohen Hürden nicht angenommen und erweisen sich als politische Luftblase. Robert und Berthold beleuchten die Situation im Herbst vor allem in der Gastronomie- und Kulturbranche. Durchhalten lautet die Devise!

Roberts Blog für Selbständige: https://ploetzlich-selbstaendig.de

Mentale Gesundheit in der Selbständigkeit feat. Julia

Wir wagen uns an ein kleines Experiment. Diese Podcast-Episode wurde nur durch das Versenden von Sprachnachrichten aufgenommen. Damit erhoffen wir uns, flexibler produzieren zu können und auch bessere Möglichkeiten zu haben, Gäste einzubinden.

Deshalb haben wir uns gleich Julia geschnappt, die ihren Job in einem Großkonzern schmiss, um sich nebenberuflich selbständig zu machen.

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Julia gibt dabei einen tiefen Einblick in ihr Seelenleben, wie sie sich da wieder herausgearbeitet hat und wie die Beschäftigung mit der Mentalen Gesundheit ihr dabei hilft.

Sollte man als Selbständiger politisch aktiv sein?

Der Mensch ist ein Zoon politikon, also ein politisches Wesen, sagt Aristoteles. So lautet zumindest die Theorie. In der Praxis sieht es so aus, dass wir in Deutschland eine zunehmende Politisierung erleben.

Klimawandel, Flüchtlingskrise und nun die Coronakrise bringen uns dazu, wieder aktiver am politischen Diskurs teilzunehmen, als dies vielleicht noch in den neunziger und nuller Jahren der Fall war.

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Robert darf als durch und durch politisches Wesen gelten, hat er doch schon eine bewegte Geschichte als Parteimitglied hinter sich. Außerdem kommt er als Delegierter des Bezirks Oberpfalz frisch vom Bundesparteitag der ÖDP zurück und kann von seiner parteipolitischen Arbeit berichten.

Wir besprechen die Notwendigkeit, sich gerade als Selbständiger mit dem Blick über den Tellerrand in politische Themen einzubringen, ob nun als Mitglied einer Partei, eines Verbands oder auch im Privatleben.

Gerade für eine repräsentative Demokratie halten wir es für unabdingbar, informiert und engagiert teilzunehmen, um die Politik nah an der Lebensrealität zu halten. Denn klar ist auch: Die Mühlen der Demokratie mahlen langsam!

Die Renten sind vielleicht auch für Selbständige sicher

„Die Rente ist sicher“. Dieser Satz hat es in die bundesrepublikanischen Geschichtsbücher geschafft und steckt weiter in den Köpfen der Deutschen, auch wenn sein Urheber, CDU-Sozialpolitiker Norbert Blüm, vor wenigen Monaten verstorben ist.

Selbständige betrifft dieses Zitat allerdings nur marginal, kümmern wir uns doch selbst um unsere Altersversorgung. Zumindest in der Theorie. Groß auf die Seite legen konnten wir bis dato noch nicht, weil dazu unsere Einkünfte zu gering waren. Wir machen uns aber trotzdem zunehmend darüber Gedanken – Schaffen wir in unseren Berufen den ‚Durchbruch’ und wie schnell und wahrscheinlich ist das? Wie viel gilt es an schlecht oder nicht bezahlter Arbeit in sein Projekt hineinzustecken? Und natürlich möchte niemand von uns im Alter in die Grundsicherung gehen.

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Aus der Politik gibt es auch Kritik: Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch beklagt in einem Interview mit der “Neuen Osnabrücker Zeitung”, dass in Österreich die Renten im Durchschnitt um 800 Euro höher ausfallen als in Deutschland. Ein zentraler Grund ist, dass die Selbständigen und Beamten nicht ausgenommen werden von den Beitragszahlungen wie hierzulande.

Robert und Berthold diskutieren, wie sie selbst mit der Frage der Altersfinanzierung umgehen und besprechen Lösungsansätze für die Gesellschaft, gerade aus der Sicht von Selbständigen.

Weitere Informationen zum Thema in Roberts Blogpost.

Was Grundeinkommen mit Digitalisierung und Selbständigkeit zutun hat

Pilotprojekt Grundeinkommen! Die Pressemitteilung letzte Woche war ein echter PR-Coup. Gerade jetzt, wo viele Selbständige in einer wirtschaftlich schwierigen Situation sind, kommt das bedingungslose Grundeinkommen wie gerufen.

Drei Jahre lang 1200 Euro für 120 ausgewählte Studienteilnehmerinnen. Mal abgesehen davon, dass es völlig unrealistisch ist, unter den bereits jetzt über 1,6 Millionen Bewerbungen ausgewählt zu werden, interessieren uns mehrere Fragen.

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Können wir als Gesellschaft uns das BGE leisten? Wie finanzieren wir es, wem nutzt es und welche Risiken gibt es? Das BGE stellt nur ein Instrument dar, um mit den Herausforderungen im gegenwärtigen strukturellen Transformationsprozess umzugehen.

Wir reden also auch notwendigerweise über Digitalisierung, Vermögensverteilung, Steuerpolitik.  Gewohnt fundiert gehen wir dabei auf die Frage ein, wie Selbständige von diesen Fragen betroffen sind und welche Schlüsse wir für uns auf dem Arbeitsmarkt ziehen können.